DEWALDO

JÖRG DÜSTERWALD – DAS BUCH

FARBIG IST SCHÖNER ALS GRAU Anekdoten und Geschichten… …von Einem, der auszog, die Welt ein wenig bunter zu machen   Vorwort In den vielen Jahren der Pinselei bleibt es nicht aus, dass nicht immer alles so läuft wie ursprünglich gedacht. Oder es ergeben sich Ereignisse, die in jenem Moment alles andere als spaßig waren oder

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01. Das kommt davon

Eigentlich bin ich gar nicht schuld. Nach mehr oder weniger erfolgreichen, auf jeden Fall kurzen Angestelltenjobs (auch dafür kann ich nichts, wirklich!) nach meiner Zeit an der Werkkunstschule Flensburg schwelgte ich in Arbeits- und Orientierungslosigkeit und malte mein erstes abstraktes Bild. Auf dem Balkon, mit Baumarktfarben auf einem Bettlaken. Und weil ich mal irgendwo gehört

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02. Eröffnung der besonderen ART

Ein Promotion-Bodypainting als Auftragsarbeit zur Eröffnung einer neuen Galerie zu machen, ist Angesichts der Tatsache, dass ich ja eigentlich Bilder verkaufen möchte, sicher nicht die schlechteste Symbiose. Blöd ist nur, wenn die ganze Sache nach hinten bzw. in diesem Fall nach unten losgeht.   Ich kannte ihre Vorgeschichte. Sie war nicht gerade das, was man

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03. Zwergen-Leiter

Manches im Leben ist geradezu märchenhaft. Anderes grausam.   In der heimischen Region sind sie zuhause: die Rotkäppchens, die Rapunzels, der Eisenbart, der Münchhausen. Und die Zwerge vom Schneewittchen. Diese polygame Frau mit ihren kleinen Zipfelmännern sollte zum Wahrzeichen der Stadt der sieben Berge werden. Damit das auch jede/r mitbekommt, sollten die Figuren überall präsent

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04. Was soll das?

Als Maler ist es wichtig, das man malt. Doch es ist auch wichtig, dass die Bilder einmal jemand sieht. Zumindest, wenn man davon leben und ab und zu auch mal das ein oder andere verkaufen möchte/muß. Deshalb hielt ich immer Ausschau nach Ausstellungsmöglichkeiten. Nun, das ist nicht ungewöhnlich, und so manche Sparkasse und etliche Solarien-Center

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05. Auf und ab

Manche Aufgaben erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Eine interne Aufzug-Einweisung bekommt man nicht alle Tage. Sie ist aber erforderlich, wenn man einen vierstöckigen Fahrstuhlschacht zu bemalen hat.   Und zwar innen. Auf den Etagen sind Glastüren und der Schacht ist beleuchtet. Wenn die Personenkabine in einem anderen Stockwerk hält, kann man in den Schacht auf und ab

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06. Rotlicht – Kantine

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine gewisse Situationskomik sich spontan und unerwartet ergibt.   Ich hatte mir eine Zeit lang im ersten Stock eines alten Fabrikgebäudes ein Atelier eingerichtet. Die ehemalige Kantine erwies sich als bestens dafür geeignet. In den angrenzenden Räumlichkeiten auf dem Gelände haben sich nach und nach einige Firmen

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07. Straßenkampf

Manchmal meint es aber auch nichts und niemand gut mit einem. Dabei will man doch für alle und jeden (und sich) nur das Beste. Auch, wenn man kurzfristig zu einem Straßenfest eingeladen und es sich über das Mitwirken gefreut wird.   Ich wollte mal wieder ganz groß wirken und dass in diesem Fall wortwörtlich. Idee

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08. Pinsel – Dicke

Das manche Fernsehsendungen, insbesondere im Nachmittagsprogramm für den sich für normal haltenden Mitbürger ja durchaus – na, sagen wir mal vorsichtig “fragwürdig” sind, ist hinreichend bekannt. Und wieso mache ich dann da trotzdem mit? Ich geb’s zu: mediengeil und geldgierig. Jawohl, das war ich. Und ließ mich deshalb zu einer Aktion hinreißen, die… man man

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09. Madonna Monika

In Fernsehshows war ich durchaus öfter. Dieses Mal ging es nach Süddeutschland zu einer sehrwohl renommierten abendlichen Unterhaltungssendung, in der entertainig über den Wandel der Mode in den letzten hundert Jahren berichtet werden sollte. Eine aus meiner Sicht  aufwendige Produktion mit Interviews, Livemusik, Showacts, Tanzeinlagen. Ein Teil davon war ich. Nein, ich sollte nicht tanzen.

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10. Schwarzer Panther

Es macht immer wieder einmal Spaß, sich bei Bodypainting-Wettbewerben mit den Künstler-Kolleg/innen zu messen und den interessierten Zuschauern zu zeigen, was man kann.   Solche Events sind in verschiedene Sparten aufgeteilt, man kann in unterschiedlichen Katgorien starten. Wir sind eher die Pinsel-Könner als das wir Airbrusher sind oder mit SpecialEffects hantieren. Ein Teil-Wettbewerb ist das

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11. Chemie

Es müssen sich nicht alle Menschen lieb haben. Schon gar nicht, wenn sie sich vorab nicht kennen, aber zumindest einer davon sich nackig macht, um sich von dem anderen bepinseln zu lassen.   So ist das nun mal, wenn ich meine Bodypainting-Projekte umsetzen will. Keine Körperkunst ohne unbekleidete Menschen. Okay, ICH muß mich dazu nicht

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12. Spartacus seine Frau

Manche Tage funktionieren aber auch so überhaupt nicht. Da wäre es besser, gleich zuhaus zu bleiben. Aber Job ist Job, abgemacht ist abgemacht.   Wie schon des öfteren sollte wieder einmal eine Bodypainting-Showperformance live in einem Einkaufscenter zum Besten gegeben werden. Kaufmännisch eine – im Grunde ZU – kleine Aktion, aber aufgrund der guten Geschäftsbeziehungen

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13. Farbengewitter

So schön es auch ist, dass meine Arbeit geschätzt wird und es zu mitunter sehr großen Auftragsarbeiten kommt – sowohl in Bezug auf die Fläche, den Schwierigkeitsgrad wie auch finanziell -, aber manches fordert wirklich Grenzwertiges ab.   500 Quadratmeter – das ist ‘ne Nummer! Es galt, als öffentlich-behördlichen Auftrag ganz offiziell städtische Flächen zu

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14. rosa electronics

Klassische Bodypainting-Aufträge sind Promotion-Aktionen auf Messen. Da gilt es dann, den Auftraggebern sprich Ausstellern möglichst gerecht zu werden, sowohl mit der Wahl des Motives, des für den Job geeigneten Models und den diversen dazugehörigen Kleinigkeiten und Zutaten.   Das zu malende Motiv ist meine Sache, es liegt an mir, mir etwas passendes auszudenken. Ist auch

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15. Es war einmal ein Pferd…

Wie im wirklichen Leben verläuft auch ein Bodypainting-Fotoshooting nicht unbedingt immer so glatt und rund wie gewünscht. Aber wenn man am Ende des Tages doch zu den Bildergebnissen kommt, die angedacht waren, kann man im Nachhinein über das Zustandekommen derer durchaus Schmunzeln. In meinem Bodypainting-Foto-Kunst-Projekt WORKING ART werden unterschiedlichste Berufe mittels Bodypainting neu in Szene

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Schlusswort und Danksagung

All das sind einige Geschichten von zahlreichen Ereignissen, die mich in meinem Pinselleben begleiten. Manches hätte ich mir vielleicht auch gern erspart, aber dann würde es dieses Buch wahrscheinlich auch nicht geben. Und eben diese Geschichten sind es, die mein Leben und das der Menschen, die mir begegnen, bunter machen. Wenn es meine Berufung und

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Über den Autor

Jörg Düsterwald wurde 1963 im niedersächsischen Hehlen bei Bodenwerder geboren. Dort wurde er bereits mit fünf Jahren eingeschult, da er “das schönste Bild gemalt” habe. Er absolvierte eine Ausbildung als Schauwerbegestalter und später einer Weiterbildung zum Techniker für Raumgestaltung u. Innenausbau an der Werkkunstschule in Flensburg. Seit 1993 ist er selbstständig und freiberuflich als freischaffender

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